Urologie Vaterstetten
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Ambulante Seed-Brachytherapie bei Prostatakrebs

In Deutschland erkranken jährlich 35.000 Männer an Prostatakrebs. Es ist die häufigste Tumorerkrankung des älteren Mannes und damit die zweithäufigste Todesursache unter den bösartigen Neubildungen bei Männern. Trotz dieser erschreckenden Zahlen gehört das Prostatakarzinom zu den Krebsarten mit den höchsten Überlebenschancen. Bei frühzeitiger Diagnose stehen die Chancen auf eine vollständige Heilung sogar sehr gut.

Als eine der ersten Krankenkassen in Bayern hat die Techniker Krankenkasse (TK) jetzt einen Vertrag zur Integrierten Versorgung für die ambulante Seed-Brachytherapie bei Prostatakrebs geschlossen. Dieser sichert den Patienten mit Prostatakrebs im Frühstadium ein innovatives und hochwirksames Behandlungsverfahren mit deutlich weniger Nebenwirkungen als bei anderen Methoden.

Die Vereinbarung über die ambulante Seed-Brachytherapie umfasst einen interdisziplinären Behandlungsablauf, bei dem die Urologie Vaterstetten im Münchner Osten und das Klinikum rechts der Isar der TU München eng zusammenarbeiten.

Die Seed-Brachytherapie ist eine spezielle Form der Strahlentherapie, bei der kleine umschlossene radioaktive Strahlenquellen, so genannte Seeds, direkt in die Prostata implantiert werden", erklärt Privatdozent Dr. Thomas Block von der Urologie in Vaterstetten. "Der Vorteil dieser Methode ist , dass das Risiko einer Inkontinenz bei weniger als einem Prozent liegt. Bei nur 30 bis 35 Prozent der Patienten treten Potenzprobleme auf. Diese reagieren aber meist gut auf Erektionsmedikamente." Bei der schonenden Methode wird die Prostata nicht entfernt. Eine stationäre Rehabilitationsmaßnahme ist in der Regel nicht erforderlich.

Der Eingriff wird unter einer Kurznarkose von etwa zwei Stunden Dauer durchgeführt. Über mehrere Monate hinweg können dann die Seeds ihre Strahlendosis abgeben", so Professor Dr. Michael Molls von der Klinik für Strahlentherapie und Radiologischen Onkologie des Klinikums rechts der Isar.

Bisher sind die Krankenhäuser beim Einsatz der Seed-Brachytherapie eher zurückhaltend, da mit der stationären Fallpauschale für die Seed-Brachytherapie die Kosten für das Krankenhaus nicht ausreichend abgegolten werden. Dies ändert sich nun durch die neue TK-Vereinbarung, denn sie ermöglicht die Behandlung auf höchstem Qualitätsniveau ambulant und vergütet dafür einen für das Krankenhaus kostendeckenden Preis. Im Einzelfall kann der Patient nach dem Eingriff aber auch weiterhin in der Klinik übernachten. "Wir möchten erreichen, dass möglichst viele betroffene Patienten von dieser patientenschonenden Behandlungsmethode profitieren können", sagt Helmut Heckenstaller, Leiter der TK-Landesvertretung Bayern.

Nach der Diagnose der Tumorerkrankung muss allerdings zunächst festgestellt werden, ob die Therapie für den jeweiligen Patienten geeignet ist. Dies ist vor allem von der Größe der Prostata und der Ausprägung des Tumorwachstums abhängig. Heckenstaller: "Die Teams von Dr. Block und Professor Molls zeichnen sich durch ihre langjährige Erfahrung und Zusammenarbeit aus. Dadurch können wir unseren Versicherten eine Behandlung mit höchster Qualität anbieten."

Kathrin Heydebreck
Telefon: 089-49069-632
Fax: 089-49069-624
E-Mail : kathrin.heydebreck@tk-online.de

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Bahnhofstr. 36, D 85591 Vaterstetten