Änderungen
des Prostatavolumens (PV) unmittelbar nach
transperinealer permanenter interstitieller Seedimplantation (TPSI)?
Block,
T.1; Zimmermann, F.2; Czempiel, H.1
1Urologische Praxis und Medizinphysik Vaterstetten,
2Klinik für Strahlentherapie und Radioonkologie, Technische Universität
München
Einleitung:
PV-Änderungen unmittelbar nach TPSI sind bisher nicht untersucht.
Aus diesem Grunde wurde evaluiert, inwieweit unmittelbar nach TPSI
Volumenschwankungen auftreten.
Patienten/Methode:
90 Patienten (67,6±7,0 Jahre) unterzogen sich einer TPSI wegen
eines Prostatakarzinoms (cT1-2 Gleason Score 2-6 iPSA <10 ng/ml).
TPSI-Durchführung: Referenzdosis 145 Gy, modifizierte periphere
Beladung der Prostata, 125-J-RAPID Strands®, Online-D90 (Dosis,
die 90% des Prostatavolumens [PV] abdeckt) >180 Gy und Online-V100
(PV, das 100% der Verschreibungsdosis erhält) >98%, max. Urethradosis
<250 bzw. 230 Gy, Dosis in 90% des Volumens der Rektumvorderwand
<145 Gy, intraoperative inverse Bestrahlungsplanung (VariSeed®
6.7/7.0, PSID 3.5).
Sofort nach TPSI erfolgte noch in Vollnarkose eine erneute TRUS-Volumetrie
(Lithotomieposition in 5 mm Inkrementen) zur Evaluation TPSI induzierter
PV-Änderungen.
Die
statistische Analyse erfolgte mit dem paired t-Test für verbundene
Stichproben.
Ergebnisse:
Mittels TRUS-Volumetrie (5 mm Inkremente) ermittelte PV (ml) des Online-Plans
und sofort nach TPSI:

Schlußfolgerungen:
Unmittelbar nach TPSI findet sich bei erneuter TRUS-Volumetrie in 5
mm Inkrementen eine signifikante PV-Änderung.
Es
erscheint fraglich, ob diese PV-Änderung klinisch tatsächlich
relevant ist.