Qualitätssicherung
aus Sicht des Urologen: TRUS- und CT-„Image Fusion“ in
der Nachplanung nach transperinealer permanenter interstitieller Seedimplantation
(TPSI) des Prostatakarzinoms “niedrigen Risikos”
Block,
T.1; Zimmermann, F.2; Czempiel, H.1
1Urologische Praxis und Medizinphysik Vaterstetten,
2Klinik für Strahlentherapie und Radioonkologie, Technische Universität
München
Einleitung:
Aufgrund der schlechten Prostataabgrenzung im CT, insbesondere basal
und apikal, wurde untersucht, ob durch die Fusion von CT- (Seed-Identifikation)
und TRUS-(Bestimmung des Prostatavolumens [PV]) Bildern am Tag 30
nach TPSI die CT-Nachplanung zuverlässiger durchgeführt
werden kann.
Patienten/Methode:
35 Pat. (66,8±6,9 Jahre) erhielten eine TPSI (125-I-RAPID Strands®)
wegen eines Prostatakarzinoms niedrigen Risikos (cT1-2 Gleason Score
<7 iPSA <10 ng/ml). 30 Tage nach TPSI erfolgte neben dem CT auch
eine TRUS-Volumetrie (5 mm Inkremente, Lithotomieposition). CT- und
TRUS-Bilder wurden nach Kalibrierung übereinandergelegt (Bestrahlungs-planungssystem:
PSID 3.5). Bei dieser CT-/TRUS-Image-Fusion orientierte man sich zunächst
an knöchernen Strukturen, die Feinjustierung erfolgte an Samenblasen,
einzelnen Seeds und den zentralen Prostataabschnitten

“CT-/TRUS-Image
Fusion”
Ergebnisse:
Schlußfolgerungen:
Aus der Fusion von CT- und TRUS-Bildern in der TPSI-Nachplanung resultiert
keine signifikante PV-Änderung am Ta 30 nach TPSI. Dennoch erkannte
man Unterschiede in D90 und V100 im Online- und Fusions-Plan. Dies resultiert
aus der Fusion bei veränderter Anatomie bei CT und TRUS (Druck
der Rektumvorderwand auf Prostata durch Ultraschallsonde). Diese Technik
erlaubt eine zuverlässige Nachplanung und ist kostengünstiger
als die MRT-Bildfusion.